Bildungsbericht

Bildungsbericht 2015 (Foto: ePausz)

Der „Evangelischer Bildungsbericht“ mit Analysen, den Antworten darauf und Visionen zu einzelnen Bildungsbereichen liegt vor und regt an, sich mit Bildungsthemen in den unterschiedlichsten Gremien unserer Kirchen kompetent auseinanderzusetzen.

Der Bildungsbericht gibt Einblick in die wichtigsten Bereiche der Bildungsarbeit der Evangelischen Kirchen in Österreich. Er legt Themen, Strukturen, Zahlen, Trends und Herausforderungen der einzelnen Tätigkeitsfelder offen und regt an, über die Zukunft der angesprochenen Bereiche nachzudenken und zu diskutieren.

Folgende Bildungsbereiche werden jeweils aus den drei Perspektiven Analyse – Reflexion – Vision betrachtet: Elementarpädagogik, Evangelische Schulen, Religionsunterricht, Konfirmandenarbeit, Fakultät und Hochschule, Gemeindepädagogik und Erwachsenenbildung.

Darüber hinaus gibt es Spezialbeiträge zu: Informelles Lernen, Pastorale Bildung, Musik, Europa, Globale Entwicklung. Sie weisen über die gewohnten Strukturen hinaus und folgen dem Motto: „ Du stellst meine Füße auf weiten Raum.“ (Psalm 31, 9b)

Das Coverbild und das Inhaltsverzeichnis des Bildungsberichts können Sie hier downloaden. Der Evangelische Bildungsbericht kann über den Evangelischen Presseverband zum Preis von 12 Euro (exkl. Versand) bezogen werden. Bestellungen unter epv@evang.at oder 01/ 712 54 61 oder direkt im Online-Shop.

Wir freuen uns über Rückmeldungen. Bitte hinterlassen Sie einen Kommentar auf dieser Seite oder senden Sie Gedanken, Stellungnahmen und weitere Anregungen an OKR Karl Schiefermair.

Bildnachweis: Bildungsbericht 2015 (Foto: ePausz)

3 Gedanken zu “Bildungsbericht

  1. Was mir fehlt im Evangelischen Bildungsbericht 2015: Die bildungsfeindlichen Parallelstrukturen.

    Der „Evangelische Bildungsbericht 2015. Leben. Lernen. Glauben“ bietet ein beeindruckendes Panorama über die vielfältigen Bildungsangebote in unserer Kirche. Dass darin die bildungshemmenden und geradezu bildungsfeindlichen Personen, Gruppierungen und Institutionen, die es in der Kirche auch gibt, nicht erwähnt werden, ist vielleicht begreiflich. Darum soll es hier dazu einige ergänzende Hinweise geben.

    In einem Kommentar in der Zeitschrift „Chrismon“ (8/2014) unter dem Titel „Wenn Bildung Sünde ist“ schrieb Margot Käßmann: „Es ist gut, wenn wir entschieden für gebildete Religion eintreten. Religion nicht auf Grund von Dogma, Angst, spiritueller Erfahrung oder Konvention, sondern als Erfahrung eines Glaubens, der sich persönlich orientiert und Fragen nicht ausweicht. Das gilt im Christentum beispielsweise, wenn Menschen die Schöpfungsgeschichte wörtlich nehmen und ihren Kindern naturwissenschaftliche Erkenntnisse vorenthalten wollen.“

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  2. Schiefermair Karl / Krobath Thomas (Hg): „Leben. Lernen. Glauben. Evangelischer Bildungsbericht 2015“. Wien: Evangelischer Presseverband in Österreich. 2015.

    Viel ist zurzeit evangelischerseits von Bildung die Rede. Bei unterschiedlichsten Veranstaltungen wird der seit der Reformation so wichtige Begriff aktuell zu definieren versucht – um ihn nicht für alles und nichts stehen zu lassen. Was motiviert, eigene „evangelische Bildungsangebote“ zu setzen? Was macht das Spezifische „evangelischer Bildung“ aus?
    Der zeitgerecht zum Jahr der Bildung 2015 erschienene „Evangelische Bildungsbericht“ gibt an verschiedenen Stellen hilfreiche Antworten darauf. Es ist das protestantische Menschenbild, mit den Vorstellungen der Gottebenbildlichkeit, Selbstreflexivität, Mündigkeit, Selbstverantwortlichkeit und gleichzeitiger Erlösungsbedürftigkeit (Andreas Seiverth, 121f), das reformatorische Bildungsoffensiven über die Jahrhunderte weiter trug, in der Überzeugung, dass sich Glaube ohne Bildung nicht denken lässt (Michael Bünker, 15). Bildung meint den ganzen Menschen, nicht nur Anhäufung von Wissen und Erlernen bestimmter Fertigkeiten, wie es im Ausdruck: „Fit für die Zukunft“ verkürzend und funktionalisierend anklingt. Bildung „meint immer ein kritisches und selbstreflexives Verhältnis des Menschen zu sich selbst, zum Mitmenschen und zur Welt… Auch für die Glaubensbildung gilt dies, sie erschöpft sich ebenso wenig in lernbaren Informationen, in trainierten Verhaltensweisen und eingeübten Ritualen, sondern schließt – zumindest nach evangelischem Verständnis – die kritische Selbstreflexivität mit ein“ (Bünker, 146).
    Wie lässt sich ermessen, was evangelischerseits in umfassender Menschenbildung geleistet wird? Was tagtäglich an Bildungsmöglichkeit im Gespräch von evangelischen Christinnen und Christen angeboten wird, ist ein Vielfaches von dem, was in einem Bildungsbericht aufzuzeigen ist. Das ist ja das faszinierend Geheimnisvolle an Gedanken und geäußerten Ideen: einmal ausgesprochen, führen sie ihr Eigenleben, setzen sich unbeobachtet und unvorhersehbar in manchen Köpfen und Herzen fest und fallen auf fruchtbaren Boden, wo sie wollen.

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  3. Die evangelische Kirche tickt anders – Der Bildungsbericht 2015

    Die evangelische Kirche hat zu Jahresbeginn ihren Bildungsbericht 2015 vorgestellt und sich damit als Einrichtung positioniert, die Menschen hervorbringt die Veränderung wollen. Von einer einleitenden Themenaufbereitung ausgehend werden im 1. Hauptteil in sieben Handlungsfeldern der Bildung durch jeweils 3 Fachexperten Beiträge zur Analyse, Reflexion und Ausblick vermittelt. Das Spektrum umfasst dabei einen weiten Bogen ausgehend von der Elementarpädagogik über die Pädagogik in der Gemeindearbeit bis hin zur Erwachsenenbildung und liefert eine umfassende Dokumentation der Praxis evangelischer Bildungsarbeit. Der 2. Hauptteil widmet sich demgegenüber der Auseinandersetzung mit aktuellen, eher bildungspolitischen Herausforderungen wie etwa dem Lifelong Learning, der europäischen Integration oder der globalisierten Welt. Der Bericht dokumentiert, wie auch in Österreich ein umfassendes Bildungsengagement für die evangelische Kirche zum integralen Bestandteil ihrer Identität gehört.

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