Auswertung – Arbeitspapier der Gleichstellungskommission

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2015 – Jahr der „Bildung und Reformation“

Auswertung – Arbeitspapier der Gleichstellungskommission für Gemeinden

25 Pfarrgemeinden haben sich an der Befragung beteiligt. Die Ergebnisse lassen vermuten, dass sich vor allem diejenigen Pfarrgemeinden zur Bearbeitung des Fragebogens motivieren ließen, die sich mit dem Thema schon intensiver auseinandergesetzt haben. Es gab kaum Rückmeldungen, welche dem Thema Gendergerechtigkeit und der Auseinandersetzung mit diesem Thema innerhalb der Evangelischen Kirche gleichgültig oder ablehnend gegenüberstehen würden.

Zu den einzelnen Bereichen fällt Folgendes auf:

Öffentlichkeitsarbeit: In vielen Gemeinden wurde nur der Gemeindebrief angeführt, wohingegen Gemeinden, die sich sichtlich viel Zeit bei Erarbeitung der Fragen genommen haben, die gesamte Bandbreite an Öffentlichkeitsarbeit genannt wurden (digitale Medien, Ausschreibungen, Presseaussendungen etc.)

Arbeit in den Gremien – Haupt- und Ehrenamtliche: Hier fällt auf, dass in den Presybterien die Männer noch in der Überzahl sind, in den Gemeindevertretungen sind – so wie in „sonstigen Arbeitskreisen“ de Frauen deutlich in der Überzahl. Zu diskutieren wäre hier, ob bereits die „höhere Verantwortunge der PB“ Frauen davon abhält, sich als PB-Mitglied wählen zu lassen.

Gottesdienst: Sowohl in der Liturgie als auch bei der Auswahl der Texte, einer Beteiligung von Männern und Frauen, sind die Gemeinden bemüht, auf eine Ausgewogenheit der Geschlechter Rücksicht zu nehmen. Kritisch wird aber auch rückgemeldet, dass die Begabungen und Fähigkeiten bei der Auswahl der mitwirkenden Personen den Vorrang hat gegenüber der Ausgewogenheit der Beteiligung von Männern und Frauen.

Anregungen für die Arbeit der Gleichstellungskommission: Diözesane Bildungsangebote werden gewünscht, Sensibiliserung zum Thema, Erarbeitung eines Genderlexikons als Unterlage für die Gemeinden wird angeregt. Zum einen wünschen sich manche Gemeinden mehr Angebote für Frauen, andere Gemeinden möchten vor allem Männer dazu motivieren, Bildungsangebote der Evangelischen Kirche anzunehmen.

Die gesamte Auswertung entnehmen Sie bitte dem Anhang. (.pdf)

Edda Böhm-Ingram
Gleichstellungsbeauftragte der Evangelischen Kirchen A.B und H.B.